Irankonflikt lässt Ölpreis in die Höhe schnellen

5. März 2012 EH sparen

Erdöl, einer der weltweit wichtigsten Rohstoffe ist derzeit beinah so teuer wie zu Rekordzeiten im Jahr 2011. Die Angst vor einem Lieferengpass lässt den Preis für Rohöl steigen. Ausgelöst wurde der Konflikt durch die Atomstreitigkeiten mit dem Iran und dessen Drohung, die für den Rohölhandel wichtige Meeresenge Hormus zu schließen. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Konjunkturerholung steigt gleichzeitig die Nachfrage an Rohöl. Dazu kommt, dass die Reservekapazitäten der Erdöl exportierenden Länder begrenzt sind.

Obwohl keine unmittelbare Bedrohung bezüglich eines Lieferengpasses für Deutschland besteht, sollte aus dem Iran kein Öl mehr fließen, steigen die Ölpreise angesichts der Irankrise und der Möglichkeit eines militärischen Konfliktes in die Höhe.

Deutschland bezieht im Augenblick weniger als 1 Prozent seines Öls aus dem Iran. Die deutsche Industrie ist in der Lage, flexibel zu handeln, sollte kein Öl mehr aus dem Iran geliefert werden. Dennoch steigen die Benzinpreise in neue Rekordhöhen und sorgen damit für eine Mehrbelastung für Industrie und Verbraucher. Wenn der Ölpreis steigt, erhöhen sich die Preise letztendlich vor allem für den Endverbraucher. Heizkosten steigen, Flüge werden teurer, Unternehmensbereiche wie die Gastronomie und die Bahn geben ihre höheren Kosten ebenfalls an den Endverbraucher weiter.

Die Antwort auf das Atomprogramm des Irans sind international geplante Sanktionen von denen sich der Iran bislang offiziell aber nicht beeindrucken lässt. Dennoch dürfte es dem Land Probleme bereiten, wenn die Produktion gedrosselt werden muss, sollte die Nachfrage ausbleiben. Das würde jedoch voraussetzen, dass Abnehmer wie China, Japan, Indien oder Südkorea sich dem Öl-Embargo anschließen, womit allerdings ohne verbindliche Anordnung des UN-Sicherheitsrates nicht zu rechnen ist.

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