Die Pflegeversicherung und die Pflegestufen

21. September 2011 EH Pflege

Die Pflegeversicherung unterstützt pflegebedürftige Personen sowie ggf. ihre pflegenden Angehörigen. Übernehmen Angehörige die Pflege zu Hause, können sie “Pflegegeld” beantragen. Wird ein Pflegedienst für die häusliche Pflege in Anspruch genommen, zahlt die Pflegeversicherung für die Sachleistungen. Für Pflegebedürftige, die in einem Heim leben, zahlt die Versicherung Zuschüsse für die Pflege und Betreuung. Für besonders pflegebedürftige Personen, zum Beispiel Demenzkranke, kann ein zusätzliches jährliches Betreuungsgeld gezahlt werden.

Entscheidend für die Höhe der Leistungen ist die Zuordnung der Pflegebedürftigkeit zu den Pflegestufen 0, I, II und III. Für Pflegebedürftige, die an einer Demenz leiden, darüber hinaus aber nicht auf Pflege angewiesen sind, werden Leistungen nach Stufe 0 gezahlt. Die Zuordnung zu den Stufen I bis III richtet sich nach den Kriterien Häufigkeit der benötigten Pflege, Dauer der Pflege und tägliche Gesamtdauer der Pflege. Für Personen, deren Pflegebedarf der Stufe III zugeordnet wird, kann in bestimmten Fällen eine zusätzliche Härtefallregelung in Anspruch genommen werden. Die Pflegestufen werden auf der Basis eines Gutachtens des Medizinischen Dienstes der Pflegeversicherung und eines “Pflegetagebuchs”, geführt von pflegenden Angehörigen, ermittelt. Unabhängig von der Pflegestufe können Leistungen für eine Kurzzeitpflege, für Pflegehilfsmittel, die Anpassung der Wohnung, einen Hausnotruf oder für die soziale Absicherung ehrenamtlich pflegender Personen einmalig oder bei Bedarf beantragt werden.

Als erster Schritt für die Beantragung von Leistungen aus der Pflegeversicherung reicht eine formlose Mitteilung – persönlich oder telefonisch – an die Krankenkasse. Der Antragsteller erhält umgehend die entsprechenden Antragsformulare. Liegt der schriftliche Antrag bei der Versicherung vor, wird ein Termin mit einem Arzt des Medizinischen Dienstes vereinbart. Parallel dazu sollte bereits das Pflegetagebuch geführt werden. Entsprechende Vordrucke hält die Krankenkasse bereit. Weitere Hilfestellung erhalten Sie im Ratgeber zur Pflegeversicherung & Pflegezusatzversicherung.

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